2012-02-11

Greg Kessler

US-Modefotograf dokumentiert in seinem Blog der New York Times die Vorher/Nachher-Metamorphose der Models vor den Modeschauen und Shootings. Ob MakeUp und Styling „a girls best friend“ sind, bleibt dem Betrachter zu entscheiden.

2011-10-31

Fotografen haben Recht!

HangOut ist ein in lockerer Reihenfolge erscheinendes Online-Magazin von Olaf Bathke.Iim Zusammenschluss mit anderen Fotografen werden unterschiedliche Themen diskutiert, Fragen beantwortet, Anregungen gegeben. In der vierten Folge von HangOut wird das Thema Recht in der Fotografie erläutert. Der Rechtsanwalt Olaf Kretzschmar, Medienrechtler, gibt Antworten.



Ich bin partiell nicht ganz seiner Meinung, wenn es zum Beispiel darum geht, dass in der Streetfotografie nach deutschem Recht schon die Aufnahme von Personen an sich nicht statthaft sein soll. Das käme einem Berufsverbot gleich und einem Verstoß gegen die Kunstfreiheit. Ich glaube, da wurde zu kurz auf das Thema geschaut, so ganz einfach kann man einem professionellen Fotografen dann die Arbeit hierzulande doch nicht verbieten.

Die früheren Ausgaben vom HangOut sind im YouTube-Kanal vom Fotografkielblog zu finden.

2011-10-19

Pentax ist jetzt Ricoh …

… oder so.

‘nuff said. ;-(

2011-09-20

Arno Fischer



Der Fotograf, Gründer und Lehrer der OSTKREUZ Agentur Arno Fischer ist vergangene Woche im Alter von 84 Jahren verstorben. Anlässlich einer Retrospektive in der Bundeskunsthalle 2009 wurde ein Film über Fischers Werk und Leben gedreht und gezeigt, der auf deren Onlineportal weiterhin zur Verfügung steht.

2011-09-07

Marketing für Fotografen und Videokünstler

Das Kursangebot von creativeLIVE.com hatte ich schon empfohlen. Nochmals ein Hinweis für den aktuellen Kurs mit Tamara Lackey, der dieses Wochenende 9. und 10. September 2011) stattfindet und wieder live gratis online mitverfolgt werden kann: „Taking Care of Business”.



Nach der Planung für das eigene kreative Business geht es ans Eingemachte. Die Umsetzung eines fundierten Geschäftmodells als Fotograf in die Realität mit Bilanzanalyse. Lackey gibt Tipps, wie und mit welchen Instrumenten das eigene professionelle Geschäft als Künstler im Markt kreativ weiter entwickelt werden kann und vor allem erfolgreich lanciert wird.

Am 20. bis 23. September geht es übrigens an gleicher Stelle weiter, 4 Tage Know How rund um Photoshop CS5 „Photoshop CS5 Intense” von Lesa Snider präsentiert.

Alle Seminare werden auf englisch präsentiert und finden für uns hierzulande zu nachtschlafender Zeit statt. Sie können auch jetzt zum ermäßigten Preis bei Registrierung auf dem Portal erworben werden.

2011-09-06

Handyfotografie – dem Windelalter entwachsen?

Neulich wieder in irgendeinem Fotoforum die Diskussion darüber geführt ab welcher Kameraart man „professionell” Fotos verkaufen kann oder sich noch als „professioneller” Fotograf fühlen darf. Natürlich fing bei einem Diskutanten „professionell” erst ab DSLR und am Besten auch Mittelformat an. Zumindest seiner Meinung nach stand weiterhin die Technik vor dem Foto. Ich blieb bei meiner Meinung, dass ein gutes Foto nur dann entsteht, wenn der Fotograf sehen kann, seine Kunst versteht, die von ihm verwendete Technik beherrscht – vor allem aber sich in der Lage sieht mit seinem Talent das Bild in seinem Kopf wiederzugeben. Die Kamera als Werkzeug und nicht als Maßstab für Kunst.

Dahinter steht natürlich immer die Überlegung für wen fotografiert und in welchem Medium veröffentlicht werden soll. Selbstverständlich wird es immer sinnvoll sein, die Vorzüge von RAW-Bilddateien zu nutzen. Aber sind sie wirklich angebracht in der Pressefotografie, weiß ich längst, dass ich dort Fotos abzuliefern habe, die allenfalls eine Nachbearbeitung in Tonwert und Gradation gestatten und später dann in einer Tageszeitung im Grauwert auf einer Größe von maximal 2x4 cm abgebildet werden? Wenn überhaupt? An der Stelle scheiden sich bereits in der Fotografie die Geister vom Konzept- und Werbe- zum Reportagefotografen. Die Arbeit wird zunehmend nicht alleine hinsichtlich der Kunst und des eigenen Könnens bewertet werden, denn ein umfangreicher Workflow rechnet sich einfach nicht, wird die Arbeit immer schlechter bezahlt. Und hier ist wohl jeder fotografierender Freiberufler sein eigener BWL-Experte.

In unserer Diskussion forderte der Diskutant der teuren Bildproduktion Beispiele „erfolgreicher” Veröffentlichung von Handy-Fotografen, die ich ihm freundlicherweise zukommen ließ und die er mit einem höchst überheblichen „alles klar!” kommentierte. Dumm eben: wer derzeit seine iPhone-Fotos veröffentlicht oder darüber schreibt, liegt im Trend und wird auch verkaufen. Gefühlt erscheint wöchentlich mindestens ein neues Exemplar von Kunstbänden oder technischen Ratgebern, die sich ausschließlich einer neuen Kunstform „Fotografie mit dem iPhone” bedienen. Es mag nicht jedem Fotografen schmecken, und nein, auch ich kann ehrlich keine Instagram-Filter verunreinigte Fotografien mehr sehen. Fakt ist dennoch, die Leute fotografieren mit ihren Handykameras immer besser, immer begeisterter und auch immer hochwertiger, kunstvoller, besser. Und der Profi muss langsam mal umdenken.

Fotografie mit dem Cellphone/Handy ist keine Fotografieform mehr, die man noch so eben vom Tisch wischen kann. Anfang August erschien auf „der Standard.de” eine kritische Auseinandersetzung hinsichtlich der Entwicklung von mobiler Fototechnik mit Sprechfunktion und deren Einfluss auf die Arbeitsweise von professionellen Fotografen. So erklärt der Pressefotograf Heinz Tesarek lapidar „Fotografen können vielleicht den Moment einfangen, nicht jedoch die Zeit aufhalten”, und meint damit den technischen Fortschritt von Handykameras. Arbeiten für die man früher längst Tage in der Dunkelkammer verbracht hat, deren Montage selbst in Photoshop stundenlanges Basteln an Filtern bedeuten, zaubert Hipstamatic als App für knappe 2 Dollar in die Fotografie. Es wundert nicht wirklich, beschreibt die österreichische Agenturchefin Regina Anzenberger eine Auftragsarbeit in dem gleichen Artikel «McDonaldisierung der Pressefotografie»: „Vor kurzem haben wir einen Auftrag für ein renommiertes englisches Magazin mit dem iPhone fotografiert.” Das sitzt, nicht wahr?

Ein Einzelfall? Gehen wir nach Nordafrika. Der Fotograf Benjamin Lowy hat kürzlich für Getty Images vor Ort den Fall von Gaddafi in Libyen fotografiert. Mit einem iPhone und unter der Verwendung von Hipstamatic. Letzteres sehe ich hinsichtlich Reportagefotografie – da bleibe ich bewusst altmodisch – sehr kritisch, denn schon eine farbliche Änderung einer realen Aufnahme hat meines Ermessens in der Reportage nichts verloren. Ich will auch keine Fotos von Leichen in der Pathologie mit hippen Lomo-Filtern „verschönert” sehen. Diese Diskussion ist sicherlich noch eine ganz andere. Dennoch, dieser Job wurde erledigt von einem Cellphone. Und – das mag der springende Punkt sein – er wurde von einer Bildagentur bezahlt! Sehr sicher ermöglicht der Einsatz eines mobilen Telefons dem Fotografen ein unauffälligeres Auftreten in Kriegssituationen, was in einer solchen Situation womöglich über Leben und Tod eines Fotografen entscheiden kann. Wir sollten umdenken. Nein, wir müssen!

Das deutschsprachige Blog iphonography, widmet sich umfassend dem Thema Fotografie mit dem iPhone. Empfehlung.

2011-08-30

Thomas Leuthard



Eine Empfehlung sind die beiden eBooks des Schweizer Streetphotographen Thomas Leuthard, aka 85 mm. Er hat sich selbst als Autodidakt der Straßenfotografie zugewendet, logisch dem Gebot seiner zweiten Leidenschaft, seinen Reisen, folgend. Leuthards Fotografien haben eine klare Bildsprache, sie zeigen Menschen, denen das Leben nur allzu deutlich ins Gesicht geschrieben ist. Seine Fotos sind meist minimalistisch aufgebaut, selten überladen und daher in ihrem Ausdruck von klarer Dominanz. Er bildet nicht nur ab, er traut sich sehr nahe an sein Sujet heran, arbeitet mit einer 20 mm und 50 mm Festbrennweite und diese Nähe führt den Betrachter direkt in das Leben seiner Motive. Die Klarheit seiner Fotografien wird durch die ausschließliche Präsentation der Aufnahmen in schwarz-weiß zusätzlich unterstützt. Gelegentlich zieht sich eine feine Spur von Ironie durch seine Werke. Selbst wenn Leuthard vergleichsweise noch jung als Fotograf aktiv ist, und dies nicht einmal hauptberuflich, man darf ihm das besondere Talent die ganz kleinen Moment zu sehen und festzuhalten gerne bestätigen.

Das Angenehme an Thomas Leuthard ist, neben seinem unbestritten fotografischen Talent, dass er gerne sein Wissen mit Interessierten teilt. Dies tut er längst in seinem Blog 500 px und nun auch in seinen beiden eBooks „Going Candid“ und seinem neuesten Werk „Collecting Souls“. Ist „Going Candid“ ein sehr guter Ratgeber zum Einstieg in das Genre der Streetphotography, wird Leuthard in „Collecting Souls“ deutlich intimer und gibt viel Einblick in seine persönlichen Erfahrungen bei und mit seiner Arbeit auf der Straße und formuliert sinnvoll Tipps, die bis hin zur Veröffentlichung reichen. Gerade er selber liefert hier mit seinen eBooks ein wundervolles Beispiel dafür, wie Fotografen in den neuen Medien ihre Arbeit höchst professionell präsentieren und auf sich aufmerksam machen können.



Die Bücher, die inhaltlich natürlich insbesondere aufgrund der fotografischen Arbeiten aber eben auch dank der umfangreichen Texte den Klick lohnen, sind kostenlos zu beziehen. Leuthard kommentiert das in seinem ersten Buch im Nachwort so: „There a lot of people who ask me why I don't charge for my eBooks. […] Life is not about money, it's about friendship, happiness and good photos.“ In seinem zweiten Buch wird wenigstens zu einem Spenden-Button verlinkt mit dessen Einnahmen er künftig Projekte im Bereich der Fotografie unterstützen möchte, die momentan noch nicht ganz greifbar sind. Die Idee ist gut, die Bücher sind es allemal wert honoriert zu werden.